Warum sich der Pflege-Bahr nicht lohnt

Sparen für das Alter ist Pflicht. Das gilt mittlerweile allerdings nicht mehr nur für die Rente, sondern auch für die spätere Pflege. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile wie bei Riester auch eine staatliche Förderung für die Pflegeversicherung – den sog. Pflege-Bahr.

Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt leider nur einen Teil der Pflegekosten im Alter. Im Schnitt muss jeder Deutsche mehr als 20.000 € für seine Pflege noch selbst zahlen. Bei Frauen sind es sogar über 40.000 €!

Es ist deshalb sehr wichtig, dass man ausreichend Geld spart. Aber ein Pflege-Bahr ist dafür leider meist vollkommen falsch!

Der Knackpunkt ist nämlich, dass bei Produkten mit Pflege-Bahr der Versicherer keine Gesundheitsprüfung verlangen darf. Das klingt auf den ersten Blick sehr gut. Das Problem ist aber: Weil es keine Gesundheitsprüfung gibt, gehen Versicherungsgesellschaften prinzipiell davon aus, dass ein hohes Risiko besteht, dass man recht früh pflegebedürftig wird. Die Beiträge für diese Versicherungsverträge sind daher sehr teuer, und fressen die staatlichen Pflege-Bahr Zuschüsse mehr als auf.

Es ist deshalb in der Regel viel besser, wenn man sein Geld einfach auf ein Tagesgeldkonto packt, und so für seine Pflegekosten spart. Dort ist die Rendite zwar auch nicht gewaltig – aber immer noch um ein Vielfaches besser als beim Pflege-Bahr.

Eine Ausnahme gibt es allerdings: Für Menschen, die bereits erkrankt oder älter sind kann sich in manchen Fällen der Pflege-Bahr lohnen. Denn auch hier gilt: Es gibt keine Gesundheitsprüfung.

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