Sinnlose Versicherungen: Sterbegeldversicherung

Begräbnisse sind in Deutschland leider sehr teuer. Oft kosten sie tausende Euro. Manche Familie wird damit in echte finanzielle Probleme gebracht, wenn sie die hohen Kosten einer Beerdigung zu tragen hat.

Aus diesem Grund wird gerne eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen. Das Prinzip ist simpel: Wenn man stirbt erhalten die Angehörigen eine festgelegte Versicherungssumme ausgezahlt.

Klingt gut, ist aber in der Regel eine große Geldverschwendung.

Ein Praxisbeispiel: Für einen Siebzigjährigen kostet eine Sterbegeldversicherung über 5.000 € ca. 50 € im Monat.

Das heißt aber auch: Pro Jahr zahle ich 600 € an Beiträgen. Und sobald ich älter als 78 Jahre werde habe ich mehr in die Sterbegeldversicherung gezahlt, als ich herausbekomme – ich mache also ein Minusgeschäft.

Hier merkt man das Makabre an der Sterbegeldversicherung. Sie lohnt sich nur, wenn man nicht zu lange lebt.

Man darf allerdings auch nicht zu früh sterben. Es gibt nämlich oft eine Wartezeit von bis zu vier Jahren. Wenn man also in den ersten Jahren nach Abschluss der Versicherung stirbt, dann erhalten die Verwandten nur einen Bruchteil der Versicherungssumme ausgezahlt.

Die Sterbegeldversicherung aus unserem Beispiel lohnt sich somit nur, wenn ich in einem kleinen Zeitfenster zwischen 74 und 78 Jahre sterben würde.

Für alle andere Fälle verdient vor allem jemand anderes: das Versicherungsunternehmen.

Ein Gedanke zu „Sinnlose Versicherungen: Sterbegeldversicherung

  1. Martha

    Ich finde nicht, dass die Sterbegeldversicherung eine Geldverschwendung ist. Denn seien wir doch mal ehrlich, wenn wir wissen, dass wir nicht mehr lange zu leben haben, wollen wir doch, dass uns unsere Familie in guten Erinnerungen behält und dazu gehört eben auch sie finanziell bei den anfallenden Kosten für eine Beerdigung zu entlasten. Außerdem wollen wir doch in Würde Abschied von unseren Lieben nehmen, mit einer schönen Bestattung und Feierlichkeiten,an die sich jeder gerne zurückerinnert. Ich habe mich auch bezüglich der Sterbegeldversicherung informiert und sie stellt nicht immer ein Minusgeschäft dar,wenn man sich frühzeitig um ihren Abschluss bemüht. Bei meinen Recherchen habe ich mir die Anbieter und ihre Tarife noch mal genau angeschaut und gesehen, dass es Versicherer gibt, die eine Sterbegeldversicherung ganz ohne Wartezeit anbieten. So kann man sicher sein, schon ab dem ersten Tag versichert zu sein. Jedoch hängt diese Entscheidung von jedem selbst ab, ob er eine Sterbegeldversicherung abschließen will oder nicht. Nur lässt sich das Eintreten eines solchen Zeitpunktes nie genau vorhersagen, sodass eine Absicherung sinnvoll ist, um seinen Lieben jeglichen Kostenaufwand zu nehmen.

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